Rechnitz

 

 

Siehe auch

www.rechnitz.at

 

 

 

 

 

 

In der Nacht vom 24. auf 25. März 1945 wurden mehr als 180 jüdisch-ungarische Zwangsarbeiter in Rechnitz umgebracht. Auch feierten an jenem Abend in einem Wirtschaftsgebäude des von der SS requirierten Schlosses von Margit Batthyány, geb. Thyssen-Bornemisza, Gestapo-Führer und einheimische Getreue des Nazi-Regimes ein "Gefolgschaftsfest".

 

Tatsächlich spricht nach heutigen Erkenntnissen vieles dafür, dass Margit Batthyány auch anwesend war und zwei Hauptverdächtige dieser Tat, den SS-Hauptscharführer und Gestapobeamten Franz Podezin und ihren damaligen Geliebten, den Gutsverwalter Hans Joachim Oldenburg, nach dem Krieg gedeckt hat.

 

Seit unserem Erfahren der Geschehnisse in den letzten Jahren sind wir zutiefst bestürzt und ergriffen. Und wir fragen uns: Wie konnte es dazu kommen? Was ist damals wirklich geschehen? Wie ist mit den ungeklärten Fragen zu Täter und Tathergang umzugehen?

Und: Was wusste Margit Batthyány tatsächlich? Hätte sie, wenn sie wollte, die Ermordung verhindern können? Und noch viele andere Fragen stellen sich uns. Auf sie wissen wir keine Antworten. Dieses Massaker aber legt uns eine Wunde offen. Sie zeigt auf die tausenden Opfer des Südostwallbaus, auf die Todesmärsche von Ungarn nach Mauthausen.

Wir hoffen, dass das Gedenken an diese Opfer immer mehr gepflegt wird und das Grab der Ermordeten von Rechnitz, das bis heute unentdeckt geblieben ist, eines Tages gefunden wird.

 

Für mehr Informationen siehe auch:

 

www.refugius.at/hp/index.php

www.spiegel.de/spiegel/print/d-53364507.html

diepresse.com/home/meinung/debatte/568497/index.do

 

 

Literaturhinweise:

 

Der Fall Rechnitz - Das Massaker an Juden im März 1945 Walter Manoschek (Hg.) Braumüller Verlag 2009

 

Die endlose Unschuldigkeit. Elfriede Jelineks "Rechnitz (Der Würgeengel)" Pia Janke, Teresa Kovacs, Christian Schenkermayr (Hg.) Praesens Verlag 2010